Das Olympia-Stadion von Barcelona ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit für Touristen und ein Meisterwerk der Architektur, es ist auch das Symbol für die ersten Olympischen Spiele nach zwölf Jahren, die von keinem Land boikottiert wurden, und wo demnach der Geist der olympischen Spiele wieder voll zur Geltung kommen konnte. Zu diesen Spielen versammelten sich fast 11.000 Sportler aus 172 Ländern. Es waren die ersten Sommerspiele nach 32 Jahren, an denen Südafrika teilnahm; auch Nordkorea und Cuba waren nach 12 Jahren erstmals wieder dabei. Das Einheitsteam aus 12 Ländern der ehemaligen Sowjetunion nahm den größten Teil des Goldes mit. Der ursprüngliche Entwurf für das Stadion stammt aus dem Jahr 1929, doch erst für die Olympischen Spiele 1992 wurde es eingeweiht. Heutzutage finden hier Fußballspiele und Konzerte statt; 65.000 Fans haben in dem Stadion Platz (wie bei dem Rolling-Stones-Konzert am 27. Mai 2006). Unter den Sehenswürdigkeiten der Stadt steht das Olympia-Stadion für Sportbegeisterte an erster Stelle. Die geräumigen Gänge und Tribünen sind rund um das Jahr für Besucher offen und dürfen auch fotografiert werden –wenn nicht gerade eine Veranstaltung stattfindet, für die Eintrittsgeld gezahlt werden muss.